Zu den Gästen der "7. Hofer Cellotage" zählen die international auftretenden Künstler Matthias Ranft (Violoncello) und Tomoko Ogasawara (Klavier), die das Eröffnungskonzert geben werden. Für einen Orientalischen Konzertabend sorgt das Duo Zmeck-Ahmadieh. Damit wird es einen Vortrag von Nassib Ahmadieh über die Freiheit in der Improvisation orientalischer bis klassischer Musik beschließen. Das Abschlusskonzert gestalten erneut projects4cellos - bekannt als Die Vier EvangCellisten - die in einer erweiterten Besetzung für die eine oder andere Überraschung sorgen werden. Dieses Jahr gibt es erstmals die Möglichkeit, bei dem international gastierenden, ehemaligen Solo-Cellisten der Bamberger Symphoniker Matthias Ranft einen Meisterkurs zu nehmen. Des Weiteren bieten die "7. Hofer Cellotage" wieder an, bei den Mitgliedern von projects4cellos Cello- und / oder Kammermusikunterricht zu genießen. Begleitet werden die Kursteilnehmenden von Violetta Köhn und Hanna Park am Klavier. Ebenso erwartet Sie wieder ein Cello-Orchester-Workshop unter der Leitung von Michael Falk.

 

 

Eröffnungskonzert

Matthias Ranft & Tomoko Ogasawara

Dienstag, 28.10.2019, 19:30 Uhr, KlangManufaktur

 

Seit dem Gewinn des Mendelssohn-Wettbewerbs in Berlin während der gemeinsamen Studienzeit in Freiburg i. Br. konzertieren Matthias Ranft und Tomoko Ogasawara im In- und Ausland. Ihr Repertoire umfasst beinahe die gesamte Literatur für Violoncello und Klavier. „Temperament, Reflexion und Reife..“(Badische Zeitung) prägen den Musizierstil dieser langjährigen musikalischen Partnerschaft. Geboten werden in Hof drei Sonaten von Johannes Brahms, womit dessen 125. Todesjahr gewürdigt wird. 

Matthias Ranft, ehemaliger 1.Solocellist der Bamberger Symphoniker, erhielt als gebürtiger Hamburger siebenjährig seinen ersten Cello-Unterricht und studierte bei Arthur Troester (Hamburg), Christoph Henkel (Freiburg i. Br.) und - als Stipendiat des DAAD - bei Janos Starker in Bloominghton / USA. Erste Orchestererfahrungen sammelte er zwischen 1981 und 1983 als Solocellist der Hofer Symphoniker, noch ehe er seine Studien 1985 mit dem Solistenexamen an der Hochschule für Musik Freiburg abschloss. Im selben Jahr wurde er Mitglied der Bamberger Symphoniker. Zuvor hatte Ranft 1984 den Mendelssohn-Wettbewerb in Berlin gewonnen. Seither nimmt er regelmäßig an diversen Festivals wie z. B. „Affinis“ in Japan teil und konzertiert als Kammermusiker u.a. im Ensemble ABRAXAS und als Solist unter Gilbert Varga, Roger Norrington, Adam Fischer, Lawrence Renes, Jonathan  Nott und Jakub Hrusa. Von 2001bis 2004 unterrichtete er an der Hochschule für Musik in Freiburg im Breisgau. Matthias Ranft spielt auf einem „Giovanni Grancino“ aus dem Jahre 1695.

Die in Deutschland lebende Pianistin Tomoko Ogasawara studierte zunächst in ihrer Geburtsstadt Tokyo, um dann für das Solistenexamen ihre musikalische Ausbildung in Berlin und Freiburg im Breisgau fortzusetzen, die sie mit Auszeichnung abschloss und ihr den 1. Preis beim Deutschen Hochschulwettbewerb einbrachte. Zu ihren prägenden Lehrern gehören Georg Sava, Tibor Hazay und Georgy Sebok, die sie früh zu künstlerischen Erfolgen führten (u.a. als Finalistin auf den internationalen Wettbewerben „Maria Canals“ / Barcelona und „Clara Haskil“ / Montreux). Seitdem gastiert sie regelmäßig auf den Bühnen der internationalen Musikwelt - solistisch und mit Orchestern - und musiziert auch in kammermusikalischen Ensembles wie dem „Ensemble Abraxas“ und dem Klaviertrio „Franconia“, u.a. zusammen mit Albrecht Mayer, Jörg Widmann und Tabea Zimmermann. Zahlreiche CD-Einspielungen und Rundfunkaufnahmen bezeugen ihre reiche musikalische Erfahrung, die sie an der Hochschule für Musik Freiburg und auf Meisterkursen in Japan, Deutschland und Frankreich vermittelt.

 

Matthias Ranft: Violoncello / Tomoko Ogasawara: Klavier

 

 

 

Vortrag

Nassib Ahmadieh

Freitag, 17.06.2022, 17:00 Uhr, KlangManufaktur

 

Mit seinem Vortrag "Die Freiheit in der Musik" - Über Improvisation von orientalischer bis klassischer Musik auf dem Cello gibt der aus dem Libanon stammende Cellist Nassib Ahmadieh einen Einblick in die Orientalische Musik und ihre Verwandlung von Land zu Land. Dabei werden Bezüge zur klassischen Musik gezogen, die nicht zuletzt dadurch unterstrichen werden, dass Nassib seine Beispiele über das Violoncello aufzeigt.

 

Nassib Ahmadieh: Vortrag & Violoncello

 

 

 

Orientalischer Konzertabend

Duo Zmeck-Ahmadieh

Freitag, 17.06.2022, 19:30 Uhr, KlangManufaktur

 

Das Duo Zmeck-Ahmadieh spielt seit 2007 regelmäßig bei verschiedenen Festivals im In- und Ausland (u.a. beim „Beiteddin-Festival“ im Libanon, beim Kammer- musikfestival in Brno (Tschechien) und beim „Mahmovie-Festival“ in Dubai). Zusammen mit der Geigerin Barbara Seifert und dem Bratschisten Jakob Tuchscheerer - beide Mitglieder der Staatskapelle Weimar - gründeten sie 2010 das „Weimarer Klavierquartett“, mit welchem sie regelmäßig konzertieren. 2011 riefen sie des Weiteren das „Finsterwalder Kammermusikfestival“ ins Leben und sind seitdem Organisatoren und Künstlerische Leiter des inzwischen populären Festivals. Es erwartet Sie dieses Jahr ein farbenfroher Duo-Abend mit Werken von zwei berühmten Komponistinnen - Clara Schumann und Nadia Boulanger - sowie Fréderic Chopin und Ernest Bloch. Mit Bloch schließt sich auch der Kreis des vorangegangenen Vortrages zum Konzert.

Nassib Ahmadieh ist seit 2000 Mitglied des „West-Eastern-Divan-Orchester“ und  Gründungsmitglied des „Weimarer Klavierquartett“, Initiator und Künstlerischer Leiter des „Finsterwalder Kammermusikfestivals“ in Süd-Brandenburg sowie Cellolehrer und freischaffender Cellist. Er studierte von 1995-2003 am „Conservatoire National Superior Lebanese“ im Libanon. Während dieser Zeit gelangte er durch besondere Engagements im Kammermusikbereich zum West-Eastern-Divan Orchester unter der Leitung von Daniel Barenboim. 2004-2007 setzte er sein Studium an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar fort, wo er auch Solocellist  des Hochschulorchesters war. Des Weiteren war Nassib Ahmadieh Mitglied zahlreicher erfolgreicher Kammermusikgruppen (z.B. im „Neue-Musik Festival“ in Salzburg und Stuttgart, im „Kammermusikfestival Rohlandseck“ unter Leitung von Guy Braunstein u.a), sowie Mitglied verschiedener Jugendorchester (u.a. Mahler Jugendorchester unter Leitung von Claudio Abbado). Seine professionelle Orchestererfahrung erweiterte er in den Staatstheatern von Kassel und Weimar (Mitglied bis 2011), sowie dem Theater Gera-Altenburg (Solo-Cellist) und der Robert Schumann Philharmonie Chemnitz. 2007 erhielt Nassib Ahmadieh den DAAD- Preis für besonderes Engagement ausländischer Studenten. 2011 nahm er in Vertretung des West-Eastern-Divan Orchesters den Westfälischen Friedenspreis entgegen.

Die Pianistin, Kammermusikerin und Pädagogin Johanna Zmeck ist Absolventin des "Musikgymnasiums Schloss Belvedere Weimar" und studierte an den Hochschulen für Musik "Franz Liszt" in Weimar und "Carl-Maria von Weber" in Dresden. Konzerte in verschiedenen Kammermusikbesetzungen führten Sie durchs In- und Ausland. Gemeinsam mit dem Cellisten Nassib Ahmadieh initiierte und organisiert sie das „Finsterwalder Kammermusik-Festival“. Gastverträge als Pianistin erhielt sie unter anderem an der Sächsischen Staatsoper Dresden. Dazu kamen Lehraufträge im Fach Korrepetition an der Hochschule für Musik in Dresden sowie an der Barenboim-Said Akademie in Berlin. Sie ist Pädagogin im Fach Klavier an der Kreismusikschule „Gebrüder Graun“ Elbe-Elster.

 

Duo Zmeck-Ahmadieh sind: Nassib Ahmadieh: Violoncello / Johanna Zmeck: Klavier

 

 

 

Abschlusskonzert

projects4cellos (Die Vier EvangCellisten)

Samstag, 18.06.2022, 19:30 Uhr, KlangManufaktur

 

projects4cellos - vormals Die Vier EvangCellisten - sind ein Violoncelloquartett, das sich im Oktober 2008 gründete. Alle vier Mitglieder (Lukas Dihle, Hanno Riehmann, Mathias Beyer & Markus Jung) waren Studenten an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und wurden dort u.a. von Prof. Brunhard Böhme und Prof. Maria-Luise Leihenseder-Ewald ausgebildet. Der Quartettname „EvangCellisten“ entstand aufgrund der Tatsache, dass die Vornamen der Spieler denen der Evangelisten (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) ähneln. projects4cellos sind in ihrer Literaturauswahl äußerst vielseitig. Neben Originalkompositionen für Celloquartett beinhalten ihre Programme auch zahlreiche Bearbeitungen und so erstreckt sich ihre musikalische Bandbreite über verschiedenste Stile und Epochen. Die von Publikum und Presse gleichermaßen gelobten Tourneen führen das Ensemble seit Jahren durch ganz Deutschland und erfreuen sich dank ihrer abwechslungsreichen Konzertprogramme auch im Ausland großer Beliebtheit bei Jung und Alt. Einen besonderen Schwerpunkt seines musikalischen Schaffens sieht das Quartett in der Interpretation von Opernliteratur. Zahlreiche Gastmusiker arbeiten mit dem Ensemle zusammen. Dazu gehören verschiedene Cellisten, die projects4cellos zusätzliche Besetzungen ermöglichen - so unter anderem Alexandre Castro-Balbi, Ariel Barnes und Nassib Ahmadieh – aber auch der international gastierende Akkordeonist Harald Oeler oder die weltweit erfolgreiche Jazzsängerin und Frontfrau der Band De-Phazz Pat Appleton. Seit 2010 geben projects4cellos regelmäßig in zahlreichen Meisterklassen, Kursen & Workshops (für Cellisten und Ensembles) sowie Schulkonzerten zukünftigen Musikern im In- und Ausland wertvolle Anregungen und Tipps. Mit den „Hofer Cellotagen“ initiierten sie 2013 zusammen mit den Hofer Symphonikern in Franken ein den Nachwuchs förderndes Cello- und Kammermusikfestival und wurden im gleichen Jahr Ehrenmitglieder im Weimarer Kunst- und Musikverein "Vox coelestis" (e.V.). Auftritte hatte das Ensemble unter anderem in der Nordwestdeutschen Philharmonie sowie innerhalb des „Thüringer Orgelsommers“, der „Internationalen Meßdorfer Musikfesttage“ und dem „Chengdu Jiezi International Youth Music Festival“ in der chinesischen Provinz Sichuan. Das vielgefeierte Ensemble bringt auch in diesem Jahr wieder ein paar Überraschungsgäste mit nach Hof und sorgt für einen feierlichen Ausklang des Festivals.

 

 projects4cellos sind Markus Jung, Hanno Riehmann, Lukas Dihle & Mathias Beyer (v.l.n.r., alle Violoncello) (Foto: Josefine Weyer)

 

 

 

 

Auch in diesem Jahr findet das Festival wieder in der 2018 eröffneten KlangManufaktur statt und bietet neben Konzerten und Meisterkursen auch wieder einen ganztägigen Cello-Orchester-Workshop am 18.06. an. Der zum vierten Mal stattfindende Ensemble-Kurs wird erneut von Michael Falk geleitet, der wertvolle Tipps an Cellisten jeden Alters und Niveaus gibt. Dabei erhalten die Teilnehmer  individuelle Stimmen mit angepasstem Schwierigkeitsgrad, so dass viele Schüler unterschiedlichen Lernniveaus in einem Orchester vereint werden können. Lassen auch Sie sich optisch wie klanglich von einem geballten Cellosound fesseln. Alle Konzerte finden in der KlangManufaktur statt. Der Eintritt ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

 

 

  Michael Falk (Dirigent) leitet den Cello-Orchester-Workshop

 

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