Hofer Cellotage ein voller Erfolg

43 Nachwuchs-Musiker lernen Neues dazu - und begeistern damit auch das Publikum. Die Konzerte sind alle gut besucht.

Hof - Zum sechsten Mal haben in Hof die Cellotage stattgefunden - und laut Mitteilung waren sie wieder ein Erfolg. (...) 43 Teilnehmer waren angemeldet, vornehmlich aus der Region, aber es kamen auch Musiker aus Coburg, Kulmbach und Bayreuth, aus Fürstenfeldbruck und sogar Finsterwalde in der Altmark. Eine Woche lang widmeten sie sich dem Cellospiel in seinen verschiedenen Facetten. Beeindruckende Konzerte mit Solisten und Ensembles und am Ende auch mit den Teilnehmern in verschiedenen Besetzungen gaben der Veranstaltung eine eigene individuelle Note. Das Publikum bei allen Konzerten zeigte, welche gute Akzeptanz die Hofer Cellotage genießen. (...) Weiterer Höhepunkt war laut Mitteilung auch das große Abschlusskonzert der Vier EvangCellisten. (...) Teile des Publikums mussten vom Foyer aus verfolgen, wie ein 47-köpfiges Cello-Orchester unter der Leitung von Michael Falk vier Stücke präsentierte. (...) - unbenannt (Xaver Riechholtz) für Hof (Münchberg, Helmbrechts, Naila / Stadt und Landkreis Hof (Hof, Rehau und Umgebung)), Frankenpost (fp), 08.11.2019

 

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"KlangSpuren" gehen am 3. November in die 44. Runde

KlangSpuren-Matinée

Der Tonkünstlerverband Hochfranken e.V. setzt seine kammermusikalische Konzertreihe "KlangSpuren" fort. Am Sonntag, 3. November, um 11 Uhr gibt es eine "KlangSpuren-Matinée" im Rahmen des "Rehauer Kulturherbstes". Hochfränkische Tonkünstler, Musiker der Hofer Symphoniker sowie die Vier EvangCellisten führen ein unterhaltsames Programm in vielerlei Besetzung auf. So zaubert das Duo "Pasiòn" zarte Klänge auf ihren Gitarren. Sie spielen "Nostalgia", das von dem in Hof lebenden Komponisten Dietmar Ungerank geschrieben wurde. Neben dem Ausflug in die aktuelle Musik stehen auch Klassiker auf dem Programm, wie das Flötenquartett in D-Dur oder das Klarinetten-Quintett von Wolfgang Amadeus Mozart. Auch die Romantik ist mit Franz Schubert vertreten. Inspiriert vom "böhmischen Paganini" Josef Slawek komponierte Schubert um 1827 seine große Fantasie in C-Dur für Violine und Klavier. Sie gehört zu Schuberts virtuosesten Violinwerken und wird von Geigerin Cornelia Schwab und der Pianistin Renate von Hörsten dargeboten. Zu Gast sind dieses Mal die "Vier EvangCellisten". Ihr Repertoire für diese Matinée bleibt vorerst eine Überraschung. Das Konzert findet am Sonntag, 3. November, um 11 Uhr im Festsaal des Alten Rathauses Rehau, Maxplatz 7, statt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. - für Rehau, REHport, Ausgabe 9, November 2019

Tonkünstler legen Klangspuren

Rehau - Der Tonkünstlerverband Hochfranken setzt seine kammermusikalische Konzertreihe "KlangSpuren" fort. Am Sonntag um 11 Uhr gibt es eine Matinee im Rahmen des Rehauer Kulturherbstes. Hochfränkische Tonkünstler, Musiker der Hofer Symphoniker sowie die Vier EvangCellisten führen ein unterhaltsames Programm auf. So zaubert das Duo Pasión zarte Klänge auf seinen Gitarren. Zudem stehen Klassiker auf dem Programm wie das Flötenquartett in D-Dur oder das Klarinetten-Quintett von Wolfgang Amadeus Mozart. Auch die Romantik ist mit Franz Schubert vertreten. Inspiriert vom "böhmischen Paganini" Josef Slawek komponierte Schubert seine große Fantasie in C-Dur für Violine und Klavier. Sie wird von Geigerin Cornelia Schwab und Pianistin Renate von Hörsten dargeboten. Das Konzert findet am Sonntag um 11 Uhr im Festsaal des Alten Rathauses Rehau, Maxplatz 7, statt. Der Eintritt ist frei. - für Hof und Umgebung / Rehau, Frankenpost (fp), 01.11.2019

Musik im Hauch des langen Atems

Der Kanadier Ariel Barnes eröffnet in der KlangManufaktur die Hofer Cellotage. In zwei Programmstunden beweist er seine Meisterschaft.

(...) Einen Profi von Weltformat hat Organisator Markus Jung mit Ariel Barnes für das Eröffnungskonzert der 6. Hofer Cellotage gewonnen. Am Flügel begleitet wird der vielfach preisgekrönte, in international unterstütze Musikprojekte integrierte Solocellist der Nürnberger Symphoniker mit kanadischen Wurzeln von Emi Munakata. Die Japanerin arbeitet seit Jahren mit internationalen Musikergrößen zusammen und unterrichtet als Korrepetitorin an der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker. In der KlangManufaktur der Hofer Symphoniker konzertieren sie vor nahezu vollem Haus - und das auf allerhöchstem Niveau. Ariel Barnes und Emi Munakata musizieren nicht nur miteinander, sondern sie verschmelzen zu einer musikalischen Einheit: Miteinander und mit der Musik. (...) [Sie] lassen einen Blick direkt in ihre Seelen zu; ziehen sich musikalisch aus - und damit ihr Publikum absolut in ihren Bann. (...)

So geht es weiter

Am Freitag, 1. November, tritt um 19.30 Uhr in der KlangManufaktur das Duo TwoSingForYou mit Unterhaltungspop für Cello, Cajon, Gitarre und zwei Singstimmen auf.Am Samstag, 2. November, 18 Uhr, präsentiert ein 40-köpfiges Cello-Orchester unter Leitung von Michael Falk die Ergebnisse der Workshops und die Nachwuchtstruppe "Bows'n'Beats" tritt aus, bevor die Vier EvangCellisten um 20 Uhr die 6. Hofer Cellotage mit einem bunten Programm beschließen. - Christine Wild für Hof, Frankenpost (fp), 29.10.2019 (online) und 30.10.2019 (Druckausgabe)

 

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Über 40 Celli erklingen in einem Konzert

Die sechsten Hofer Cellotage bieten den Teilnehmern zahlreiche Workshops. Auch die Öffentlichkeit kann teilhaben und zuhören.

 

Hof - "Die sechsten Hofer Cellotage heuer dauern sechs Tage lang - ich habe schon Angst vor den fünfzehnten Cellotagen!", scherzt Gesamtleiter Markus Jung. Seit der ersten Auflage der Cellotage im Jahr 2013 mit einem zweitägigen Programm ist das Festival auf sechs Workshop-, Meisterkurs- und Konzerttage angewachsen. Es lockt längst nicht mehr nur Schüler und Zuhörer aus der Region an. Seit Montag und noch bis Samstag, 2. November, steht Hof ganz im Zeichen der tiefen Streicher. Bereits das Eröffnungskonzert am Montag in der KlangManufaktur hat bewiesen, welche Bedeutung das Festival in der Szene hat: "Mit Ariel Barnes habe ich diesmal einen Weltstar für das Eröffnungskonzert gewonnen", erklärt Markus Jung stolz. Der vielfach preisgekrönte Musiker ist Solocellist der Nürnberger Symphoniker und kann derzeit auf vier Konzerte und sowie elf Solo- und Kammermusikstücke verweisen, die eigens für ihn komponiert wurden. Ebenfalls hochkarätig ist seine Klavierbegleiterin Emi Munakata, die bereits mit sechs Jahren ihren ersten Wettbewerb gegen Konkurrenten mit Hochschulniveau gewann. Sie arbeitet im Bereich Kammermusik mit internationalen Musikergrößen zusammen und unterrichtet seit 2018 als Korrepetitorin an der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker. "Wenn diese beiden bestens aufeinander eingespielten Kammermusikprofis von Weltrang zusammen musizieren, ist ein grandioses Konzert garantiert." (...) - Christine Wild für Wunsiedel & Martredwitz, Frankenpost (fp), 30.10.2019 (Druckausgabe Wunsiedel / Marktredwitz)

 

 

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Hofer Cellotage finden ihren krönenden Abschluss

Hof - Seit Montag leitet Cellodozent Markus Jung die 6. Hofer Cellotage, eine Zusammenarbeit der Hofer Symphoniker mit dem Tonkünstlerverband Hochfranken, extra-radio und den Vier EvangCellisten. An sechs Workshop-, Meisterkurs- und Konzerttagen sind noch bis Samstag, 2. November, Nachwuchs-Cellisten und das interessierte Publikum in der KlangManufaktur herzlich willkommen. Bis Freitag bieten Mitglieder der Vier EvangCellisten und des Cello-Quartetts rund um Markus Jung die beliebten Cello- und Kammermusik-Workshops an. Darüber hinaus besteht die Gelegenheit, Meisterkurs-Stunden bei Ariel Barnes zu belegen. Am Freitagabend, 1. November, präsentiert "TwoSingForYou" in der KlangManufaktur Unterhaltungspop von Simon & Garfunkel über Eric Clapton bis hin zu Ed Sheeran. Ab 19.30 Uhr musiziert das Duo mit Cello, Cajon, Gitarre und mit zwei Singstimmen. Etwa 40 Cellisten treffen sich am Samstag, 2. November, ab 9 Uhr zum Cello-Orchester-Workshop. Unter der Leitung von Michael Falk (Kapellmeister am Theater Hof) und den Vier EvangCellisten werden mehrere Stücke erarbeitet, deren Schwierigkeitsgrad in den einzelnen Stimmen von ganz leicht bis schwer reicht, sodass Anfänger, Fortgeschrittene und Profis problemlos miteinander musizieren können. Auch das Publikum darf sich auf das klanglich wie optisch beeindruckende Cello-Orchester freuen. Am Abend des 2. November präsentiert es sich gemeinsam mit weiteren Workshop-Teilnehmern sowie "Bows'n'Beats", einem neunköpfigen Ensemble der Musikschule der Hofer Symphoniker, das unter der Leitung von Markus Jung steht. Auf dem Programm stehen Arrangements von ausgewählten Popsongs bis hin zu Pachelbels berühmtem Kanon. Anschließend, um 20 Uhr, beenden die Vier EvangCellisten (in Originalbesetzung) mit einem breitgefächerten Programm die 6. Hofer Cellotage - und das Publikum darf gespannt sein auf einige Überraschungsgäste. Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei. Weitere Informationen unter www. hofer-symphoniker.de. - für Hof und Umgebung, Blickpunkt (Hof), 30.10.2019

 

Über 40 Celli erklingen in einem Konzert

Die sechsten Hofer Cellotage bieten den Teilnehmern zahlreiche Workshops. Auch die Öffentlichkeit kann teilhaben und zuhören.

 

(...) Dies haben in Hof zahlreiche Unterstützer ermöglicht. Veranstalter sind die Hofer Symphoniker in Kooperation mit dem Tonkünstlerverband Hochfranken, Extra-Radio und den Vier EvangCellisten, dem Cello-Quartett rund um Markus Jung. Dessen Mitglieder stehen Cello-Schülern vom heutigen Dienstag bis zum Freitag in Cello- und Kammermusikworkshops als Lehrer zur Verfügung. "Und zum ersten Mal besteht die Gelegenheit, Meisterkurs-Stunden bei Weltstar Ariel Barnes zu besuchen", verrät Markus Jung. Am Freitagabend zum Abschluss der Workshops tritt um 19.30 Uhr in der KlangManufaktur das Duo TwoSingForYou auf. Auf Cello, Cajon, Gitarre und mit zwei Singstimmen präsentiert das Duo, das im vergangenen Jahr für Begeisterungsstürme gesorgt hat, Unterhaltungspop von Simon & Garfunkel über Clapton bis Ed Sheeran. - Christine Wild für Naila / Bad Steben, Frankenpost (fp), 29.10.2019 (Druckausgabe Naila / Bad Steben)

 

"Mit Ariel Barnes hatte ich diesmal einen Weltstar für das Eröffnungskonzert gewonnen." - Organisator Markus Jung

 

Bildunterschrift: Markus Jung ist der Gesamtleiter der Hofer Cellotage.

 

 

 

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Über 40 Cellos erklingen in einem Konzert

Die sechsten Hofer Cellotage bieten den Teilnehmern zahlreiche Workshops. Auch die Öffentlichkeit kann teilhaben und zuhören.

 

(...) Der Abschlusstag steht im Zeichen des Nachwuchses und der Vier EvangCellisten. Unter der Leitung des Hofer Kapellmeisters Michael Falk sowie der Vier EvangCellisten treffen sich etwa 40 Cellisten zum Orchester-Workshop. "Im Sommer war unser Quartett in China, um Meisterkurse und Konzerte bei einem internationalen Festival zu geben. Dort hatten wir das optisch wie klanglich überwältigende Erlebnis, ein 40-köpfiges Cello-Orchester zu hören und zu sehen - und ich bin wahnsinnig stolz, dass wir es nun auch in Hof schaffen, ein Cello-Orchester aus über 40 Schülern und Profis zusammenzubringen", freut sich Jung. Manche Teilnehmer reisen von weit her an. Auf dem Workshop-Programm stehen Stücke, deren Schwierigkeitsgrad in den einzelnen Stimmen von ganz leicht bis schwer reicht, sodass Anfänger, Fortgeschrittene und Profis perfekt miteinander musizieren können. "Das ist eine Besonderheit, die uns auch zukünftig cellointeressierte Zuhörer sichert." Auch das Publikum darf das akustisch wie visuell überwältigende Cello-Orchester erleben: Am Samstag, 2. November, präsentiert es sich mit weiteren Workshop-Teilnehmern sowie Bows'n'Beats, einem neunköpfigen Ensemble der Musikschule der Hofer Symphoniker unter  Leitung von Markus Jung. Gespielt werden Arrangements von Popsongs bis hin zu Pachelbels berühmtem Kanon. Um 20:00 Uhr am selben Abend beschließen die Vier EvangCellisten mit musikalischen Überraschungsgästen die sechsten Hofer Cellotage. - Christine Wild für Hof, Frankenpost (fp), 22.10.2019 (Druckausgabe Hof und Umgebung) und 28.10.2019 (Online-Update)

 

"Mit Ariel Barnes habe ich diesmal einen Weltstar für das Eröffnungskonzert gewonnen." - Organisator Markus Jung

 

Bildunterschrift: Markus Jung ist der Gesamtleiter der Hofer Cellotage, die am 28. Oktober beginnen.

 

 

Öffentliche Konzerte

- Eröffnungskonzert Montag, 28. Oktober, 19.30 Uhr: Ariel Barnes (Cello) und Emi Munakata (Klavier).

- Freitag, 1. November: 19.30 Uhr, TwoSingForYou.

- Samstag, 2. November, 18 Uhr: Präsentation zum Abschuss des Workshops.

- Samstag, 2. November, 20 Uhr: Abschlusskonzert mit den Vier EvangCellisten.

Alle in der KlangManufaktur, Kulmbacher Straße 1, Eintritt frei. Weitere Infos: www.hofer-symphoniker.de, Musikschule, Kalender.

 

 

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Tango und Belcanto-Schluchzen

Konzert Für eine mit Zuhörern gut gefüllte Nikolauskirche sorgen die „Vier EvangCellisten“ mit ihrem Auftritt in Satteldorf. Sie bieten Streichersätze, Arienbearbeitungen, Tango und Jazz. Von Ralf Snurawa


Geistliche Musik findet sich nicht in ihrem Programm, wohl aber Besinnliches. Dazu gehört gleich zu Beginn Josef Werners „Elegie für vier Violoncelli“. Mit ausdrucksstarker Intensität gingen die Cellisten den langsamen Teil des Werks an, gefolgt von einem bewegteren und innig gesanglich vorgetragenen Teil. Als Kontrast mit Springbogen und federndem Pulsieren folgte Georges Bizets „Aragonaise“ aus der Oper „Carmen“.


Nah an menschlicher Stimme

Schön bewiesen die Musiker zu Gaetano Donizettis Arie „Una furtiva lagrima“ aus der Oper „L‘elisir d‘amore“ in einer instrumentalen Fassung, dass das Violoncello klanglich sehr nah an die menschliche Stimme kommt. Klagend und vom Ton her verzaubernd waren dabei Lukas Dihle und Markus Jung zu hören, während ihre Kollegen für die gezupfte Begleitung sorgten.

Als Gegensatz zum Lamento gab es danach neckische, von Hanno Riehmann und Nassib Ahmadieh gespielte Töne zum Duett „Was werden wir beginnen?“ aus Otto Nicolais Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“. Ahmadieh weitete den Tonumfang seines Instruments mit dem „Intermezzo sinfonico“ aus Pietro Mascagnis „Cavalleria rusticana“ hingebungsvoll gespielt in Violinhöhen.


Faible für Puccini-Opern

Die vier Musiker, deren Vornamen - bis auf den sonst mitspielenden Mathias Beyer, der durch Ahmadieh vertreten wurde - auf die vier Evangelisten verweisen und so zum Ensemblenamen führten, haben ein Faible für den Verismo und speziell für Puccini-Opern. So blieb hier ein kur zer Schwerpunkt nicht aus.

„Nessun dorma“ aus „Turandot“ wurde sanft eingestimmt, gefolgt von an Heldentenöre mit ihren leisen Schluchzern erinnernden Gesang im Spiel von Dihle. Schön verdichtet, aber dennoch gut durchzuhören war der Zusammenklang zu Beginn von „Vissi d‘arte“ aus „Tosca“. Riehmann setzte mit der Tenormelodie an, woraus sich ein intensives Zusammenspiel zwischen allen vier Cellisten entwickelte. Aus derselben Oper folgten gewitzt klingende Momente zu „Non la sospiri“.

Ein Zeitgenosse Puccinis, aber doch eine andere Welt: Das ließ sich danach mit dem Mahler-Lied „Die zwei blauen Augen“ festhalten. Schön wurde der Trauermarsch-Duktus betont. Noch zarter hätte man die Traumsequenz im Mittelteil spielen können.


Unterhaltsamerer zweiter Teil

Friedrich Metzlers zwei Sätze aus „Quartett für vier Violoncelli“ von 1954 erwiesen sich als ideale Überleitung zum eher unterhaltsamen zweiten Teil des Abends. „Scarborough Fair“ klang im Arrangement von Fredo Jung zunächst mit Flageolett-Tönen als Klangelement sehr filigran. Daraus wurden mehr und mehr ausgreifende Stimmschritte, die zu einem sehr bewegten Satz führten. Sanft und voller Wärme erklang darauf das chinesische Volkslied „Jasmine Flower“, schön pulsierend und mit etwas Leidenschaft Markus Jungs „Beduinische Karawane“. Noch leidenschaftlicher wurde es zu Joachim Johows „Tango para Cuatro“, ganz im an Astor Piazzolla erinnernden Tango-Nuevo-Stil in erregter Rhythmik und weit gespielten Melodietönen.

Nach einer nuanciert gespielten Samba von Udo Hartlmaier folgten mehr Tangos: Von Letzterem der „Tango für vier Celli“ im Tango-Argentino-Stil wie auch Eduard Pütz‘ „Tango passionato“, der zum Ende hin eher umschmeichelnde Töne bot. Schön swingend folgten Paul Desmonds „Take Five“ und Hartlmaiers „Rag-Music“ mit duftig-weich kontrastierendem Abschnitt.


Lang anhaltender Beifall

Für den heftigen und lang anhaltenden Beifall bedankte sich das Quartett mit Stücken von Benny Goodman und von Engelbert Humperdinck. Mit dem „Abendsegen“ aus dessen Oper „Hänsel und Gretel“ war dann auch der Bogen hin zum besinnlichen Ton des Werner-Stücks zum Auftakt geschlossen. - Ralf Snurawa für Satteldorf (Landkreis Hall, Nähe Crailsheim), Hohenloher Tagblatt, 08.10.2019

 

Vier spielten wie einer

Vier EvangCellisten wurden begeistert gefeiert

Wenn auch das Festival TheaterNatur den Untertitel "Festival der darstellenden Künste" führt, so wird doch auch der Musik ein Plätzchen eingeräumt. In diesem Jahr kam erstmals kein Orchester in den Genuss eines Waldkonzertes, sondern vier Cellisten, die neben ihrer Tätigkeit in verschiedenen Klangkörpern der Bundesrepublik auch häufig als "EvangCellisten" auf Gastspieltour gehen. Eben aus China zurückgekehrt, verzauberten sie am 17. August auf dem kleinen Nebenschauplatz der Waldbühne, dem Waldstudio, ihr Publikum. Mit ihren steil ansteigenden Zuhörerreihen erwies sich diese Spielstätte als ideal, sowohl für die Akustik als auch für den Kontakt.

"Nach nur kurzer Zeit war der so wünschenswerte Funke vom Quartett zum Publikum und zurück übergesprungen. Dies führte zu einer wunderbaren Leichtigkeit zwischen den teils sehr ernsten, dramatischen Stücken. Ich glaube, wir konnten dem Festivalthema dadurch besonders nahe kommen, ohne in Melancholie oder passiver Belehrung zu enden. Das war etwas ganz Besonderes", resümierte Markus Jung, der das Programm geschickt dem Festivalthema angepasst hatte und es auch moderierte.

Den vier Musikern zu lauschen war purer Genuss. Mit den Bearbeitungen von Opern- und Operettenarien, u.a. von Puccini, Bizet und Léhar, boten sie Ohrwürmer dar, die genau den Nerv der Zuhörer trafen, und auch für die neueren Stücke im zweiten Teil, unter anderem Tangos und Jazziges wie das berühmte Dave-Brubeck-Stück "Take Five", gab es enthusiatstischen Beifall.

Die vier Cellisten spielten, als seien sie ein einziger Organismus, ein Atem; ihre Dynamik faszinierte durch eine unübertreffliche Homogenität. Die intime Atmoshäre des ausverkauften Waldstudios, das direkte Miteinander von Interpreten und Zuhörern auf engstem Raum tat ein übriges, um die Begeiterung auf die Spitze zu treiben. Erst nach zwei Zugaben wurden die vier Herren von der Bühne entlassen und anschließend noch mit vielen Fragen und Autogrammwünschen bestürmt. - Christine Trosin für Benneckenstein (Stadt Oberharz am Brocken), Neue Wernigeröder Zeitung (NWZ), 25.09.2019

5. Spielzeit sehr erfolgreich

Mit der siebenden Aufführung der "Legende vom Glück ohne Ende" beim Festival der darstellenden Künste in Benneckenstein ist am 25. August nach 17 Tagen eine überaus erfolgreiche Spielzeit (9 .- 25. August) zu Ende gegangen. (...) Janek Liebetruth dankte anschließend seiner vielköpfigen Mannschaft für ihr außergewöhnliches Engagement, ohne das dieses "Hochkultur-Theater mit Unterhaltungswert so tief in der Harzer Provinz" nie möglich geworden wäre.

Der diesjährige erste Teil der Doppelspielzeit unter dem Motto "GRENZEN:LOS" war ein voller Erfolg. Die politische Wende vor 30 Jahren und ihre brachialen Folgen wie auch die Vorgeschichte gaben den höchst aktuellen künstlerisch reizvollen Stoff für die Spielzeit 2019.

"Fast wurden die 3000 Besucher der Spielzeit 2017 wieder erreicht", betonte Janek Liebetruth. (...) Der Mix aus zwei Eigenproduktionen und handverlesenen Gastspielen wurde der thematischen Breite des Mottos überzeugend gerecht, und das lsst auf die nchste Spielzeit hoffen, die unter der Überschrift "ENDSTATION:EINHEIT?" 2020 folgen wird.

Zu den Erfolgsstücken zählten in diesem Jahr die beiden Eigenproduktionen "Legende von Sorge und Elend" und "Legende vom Glück ohne Ende" (nach Paul und Paula), die am Sonntag zum Abschluss nochmals 200 Besucher anzogen.

Einen Glanzpunkt bildete auch das ausverkaufte Konzert der "Vier EvangCellisten" auf der kleinen Waldbühne. (...)  TheaterNatur hat nach fünf Jahren seine eigene Position auf der kleinen, feinen Waldbühne gefunden. Man darf gespannt sein, was die Spielzeit 2020 an Stücken zur deutschen Einheit präsentiert, die ja bekanntlich nicht ganz ohne Konflikte zu haben ist und schon gar nicht für vollendet gehalten werden darf. (...) - Wolfgang Schilling für Benneckenstein (Stadt Oberharz am Brocken), Neue Wernigeröder Zeitung (NWZ), 25.09.2019